Jodocus Prüm wurde am 22. September 1807 in Wehlen als zwölftes Kind von Johann Philipp Prüm (1765-1809) und Maria Schander geboren. Er war ledig und widmete freigiebig sein Vermögen sozialen und kulturellen Zwecken. Er hatte 12 Geschwister, von denen die Hälfte bereits im Kindes- bzw. Jugendalter starb.

Jodocus Prüm
1842 ließ er die "Wehlener Sonnenuhr" erbauen, die als weltberühmte Weinbergslage und Symbol für hervorragende Weine entscheidend zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Dorfes Wehlen beigetragen hat. Sie wurde als damals überaus hilfreiche Zeit-Anzeige für Winzer erbaut. Im selben Jahr errichtete er auch die “Zeltinger Sonnenuhr”.
1864 erbaute er den “Inkarter Brunnen” zur Erinnerung an den 1627 durch Pest vernichteten Ortsteil Inkart und das sogenannte “Jodocusbrünnchen” auf dem “Mooskopf” für durstige Menschen, die auf dem Wehlener Berg ihre Felder bestellten.
1868-1870 ließ er das abgebrannte ehemalige Kaputzinerkloster “Zur heiligen Familie” in Bernkastel als Kranken- und Waisenhaus wieder aufbauen.
1871 legte er in Wehlen den Grundstein für den Umbau der Alten Kirche zu Armenwohnungen, der mit Hilfe seines Vermögens von den Erben ausgeführt wurde.
1871-1873 errichtete er in Kautenbach für die katholische Kirchengemeinde das Expositurkirchlein “Maria Himmelfahrt”.
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